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         27.11.2022

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 Botonischer Garten



  Der Botanische Garten befindet sich in Berlin Lichterfelde und weist bei einer         Fläche von 43Hektar eine Pflanzenvielfalt von 22000 verschiedenen Arten auf.         Damit ist es der größte Botanische Garten Deutschlands und der drittgrößte           weltweit.

  Seit 1809 ist der Garten der Universität unterstellt, so ist es auch heute noch
  und seither hat der Garten den Status einer Fakultätsunabhängigen                       Zentraleinrichtung. So kam es auch zu der Entwicklung zum weltweit                     angesehenen Botanischen Garten mit Wissenschaftlichem Charakter.
  An den Garten grenzt auch gleich das Botanische Museum, beide zusammen       weisen eine jährlich Besucherzahl von ca. einer halben Million Menschen auf.
  Seit 1904 ist der Garten für Besucher geöffnet, obwohl die offizielle Eröffnung
  erst im Mai 1910 nach Fertigstellung aller Gebäude statt fand.
 
  Der 2. Weltkrieg hinterließ seine Spuren, doch die Alliierten unterstellten den         Garten nach dem Krieg der Stadtverwaltung. So konnte er schon im Herbst 1945     wiedereröffnet werden. 1949 wurde dann mit amerikanischer Finanzhilfe der             Wideraufbau gestartet. Die Gebäudeschäden zu beseitigen dauerte teilweise bis     zu 40 Jahre. Einmaliges Pflanzenmaterial ging aber für immer verloren.
  2003 drohte die Uni mit der Schließung des Gartens auf Grund von
  umfangreichen Mittelkürzungen. Für den Erhalt des Gartens wurden 78000           Bürgerstimmen gesammelt. Der Garten ist  erhalten, musste aber eine           Budgetkürzung von 1Million Euro pro Jahr, für 5 Jahre hinnehmen. Dabei                 wurden 20 Gärtnerstellen gestrichen.
 
  Ursprünglich als Landschaftsgarten angelegt soll der Garten heute die Pflanzen       der verschiedenen Erdteile und Habitate möglichst in ihrer natürlichen Umgebung   zeigen. Die älteste Pflanze ist ein 160 Jahre alter Palmfarn. Ein weiteres
  Highlight ist der Riesenbambus mit einer Höhe von 25m, pro Tag wächst er bis
  zu 30cm. Die 20 Jahre alte Rarität ist eine Welwitschie. Es ist das einzige             Exemplar was in einem Botanischen Garten Samen produziert.
  Durch eine Patenschaft für eine Pflanze oder das Erwerben eines Stück Wegs,       welches dann nach einem benannt wird, kann man das Institut unterstützen.
  Das Geld wird dann z.B. für Renovierungen verwendet.

  Im Botanischen Garten gibt es 15 Gewächshäuser, welche versetzt angelegt         wurden, um eine optimale Sonneneinstrahlung zu ermöglichen. Der 2. Weltkrieg     zerstörte die Häuser nicht direkt aber durch die Explosionen gingen die Scheiben   kaputt und somit erfroren die Pflanzen. Manche überlebten nur weil engagierte       Mitarbeiter sie mit nach Hause nahmen und sie dort weiterpflegten. Bereits 1950     wurde das erste Gewächshaus wiedereröffnet und im Mai 1968 das letzte. Mit         dem Wiederaufbau wurde auch gleich alles erneuert. Im Jahr 2006 wurde die           dringend fällige Sanierung des „Großen Tropenhauses“ bewilligt und im                   September 2009 wiedereröffnet.
  Im Garten findet man überall Pavillons, die entsprechend dem Gebiet angepasst     wurden.
 
  Früher besaß der Garten auch ein eigenes kleines Kraftwerk, welches die               Gewächshäuser mit Strom belieferte. Heute bezieht man Strom vom                     Fernheizwerk Steglitz. Damals legte man auch einen Brunnen an, das                   vorgefundene Tiefwasser dient bis heute zur Bewässerung der Freilandpflanzen.     Die Gebäude beziehen jedoch Wasser vom öffentlichen Netz.
  Das Museum gilt heute als Ergänzung zum Garten und stellt botanische               Ausstellungen dar. Im Jahr 1993 wurde die „ Langzeit-Samenlagerung“                   eingerichtet, für vom Aussterben bedrohte Pflanzenarten. Mittlerweile zählen zu       dieser Sammlung 5000 verschiedenen Samenarten.

  Auf dem Gelände findet man auch 4 Gräber die an wichtige Personen des               Gartens erinnern sollen. Ein weiterer Grabstein befindet sich auf dem Gelände,
  es handelt sich hierbei jedoch nur um den Grabstein nicht um das eigentliche         Grab. Es gab sogar mal einen Bunker im Botanischen Garten, der bei                   Fliegeralarm Schutz für das Personal und für den Aktenbestand bieten sollte. Die   Zugänge zum Bunker wurden nach dem Krieg gesprengt, andere sind eingestürzt.   Der Rest dient heute als Winterquartier für Fledermäuse.